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www.Eisenbahnen Asiens

Gemütlich draußen die Landschaft vorbeirattern lassen, an einer gebratenen Hühnerbolle knabbern und heimlich die hoffentlich exotischen Mitreisenden beäugen. Beim Thema Reisen denken die meisten von uns noch immer an ein heimeliges Zugabteil und nicht an die klimatisierten Warteräume eines Airports

Nur, wie plant man einen Eisenbahnurlaub inAsien? Von zu Hause aus, denn dank Internet sind Streckennetze, Fahrpläne, Preise und oft sogar Buchungsformulare mittlerweile vom heimischen Schreibtisch aus abrufbar.

Ostasien

Wirklich überraschend ist es nicht, dass gerade Japan mit besonders gründlichen und gut strukturierten Webseiten aufwartet. So ist das gesamte Streckennetz erst einmal unter dem Dach der www.japanrail.com organisiert. Und das so übersichtlich, dass auch unerfahrene Reisende in kürzester Zeit alle wichtigen Informationen zu Ticketpreisen, Reduktionen und allen Railpässen finden. Weitere Hintergründe zu einzelnen Städten gewünscht? Von hier aus geht es weiter zu den regionalen Untergesellschaften wie beispielsweise der East Japan Railway Company unter www.jreast.co.jp. Sogar eine Erläuterung zum Ticket gibt es hier: Was steht wo, und woran erkenne ich, dass ich das richtige Ticket gekauft habe?

Ähnlich gut wie die japanischen Gesellschaften bietet auch die Homepage der staatlichen (süd-)koreanischen Korean National Railroad unter app.korail.go.kr/ROOT/main-top.top?lang=eng einen perfekten Service für ausländische Reisende: Streckennetz, Zeiten, Preise, Online-Buchungen und viele Sonderangebote für Ausländer. Nur das „Korea-China Through-Ticket“ dürfte an einer Marginalie scheitern, die bei der Planung wohl übersehen wurde: Da gibt’s noch immer Nord-Korea, das sich zurzeit kaum für diesen Plan begeistern dürfte. Ein Klick auf den Korea-China-Pass ergibt daher auch die magere Antwort: „Zur Zeit nicht erhältlich“.

Der benachbarte Eisenbahn-Gigant China ist per Internet indes nur schwer zu erfassen. Zwar gibt es diverse Serviceseiten privater Anbieter wie www.china-train-ticket.com, doch die Webseite der China Railways www.chinamor.cn.net ist ausschließlich auf Chinesisch und daher kaum für europäische Reisende geeignet. Die Homepage der Kanton-Kowloon-Verbindung www.kcrc.com hingegen ist nicht nur auf Englisch, sondern auch gut aufgebaut. Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass Hong Kong ohnehin schon viel Erfahrung mit ausländischen Reisenden hat, wie auch die Seite der Hong Konger MRT Corporation www.mtrcorp.com/prehome/index.html zeigt, des Nahverkehrszugnetzes der ehemaligen Kronkolonie. Vor allem Tagesausflüge an den Rand von Hong Kong lassen hier gut planen. Ähnliches gilt auch für die Homepage des taiwanesischen Bahnunternehmens Taiwan Railway Administration unter www.railway.gov.tw/e_index.htm.

Indien

Es waren die Briten, die den Grundstein des indischen Bahnnetzes legten, und so bieten die Züge auch heute noch den mittlerweile leicht angemoderten Charme des kolonialen Indien. Unter indianrail.gov in finden Reisende alle Informationen, Buchungsmöglichkeiten und auch aktuelle Streichungen – aufgrund der Flutkatastrophe beispielsweise. Alles in allem sehr funktional und Vertrauen erweckend! Einziges Manko: Die Sektion „International Tourist“ ist am unteren Ende der Seite versteckt. Hier sind auch die Preise des Indrail Passes vermerkt. Bahn-Fans werden sich dazu noch die Adresse www.hill-stations-india.com/hill-trains-india/ ansehen: Hier sind praktisch alle kleinen Bergbahnen Nordindiens mit vielen Hintergrundinfos verzeichnet.

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